Low-E Verglasung
Glas mit niedrigem Emissionsgrad (Sonnenschutzglas) ist eigentlich gewöhnliches Flachglas, das mit einer selektiven Schicht beschichtet ist, d. h. einer Schicht, die eine hohe Absorption der Sonnenstrahlung (im Bereich 90-95 %) und gleichzeitig eine geringe Emission von Infrarotstrahlung* (im Bereich von 5-10 %) aufweist.








Die Absorptionsschicht kann auf der Grundlage von Titan- und Siliziumoxiden hergestellt werden. Es handelt sich auch nicht um eine besondere Glasart, lediglich um eine gewöhnliche Glasart, die mit einer für verschiedene Wellenlängen selektiven Schicht beschichtet ist (die das sichtbare Licht und die Wärmestrahlung der Sonne durchlässt und die langwellige Strahlung, die im Inneren des Hauses entsteht, reflektiert).
Die Wirkung von Low-E-Glas besteht darin, die langwellige Wärmestrahlung (die von Heizgeräten, der Beleuchtung und den Bewohnern des Gebäudes ausgeht) in das Gebäude zurückzuwerfen. Die transparente Beschichtung lässt jedoch die kurzwellige Sonnenstrahlung weiterhin durch. Diese Energie wird von der Innenfläche des Gebäudes absorbiert und dann in Form von langwelliger Strahlung in die Räume abgestrahlt, die wiederum, wenn sie versucht, aus dem Gebäude zu entkommen, von der Beschichtung zurück ins Innere reflektiert wird. Es ist sehr wichtig, dass die selektive Schicht (Beschichtung) immer sauber und trocken ist, also immer zum Scheibenzwischenraum bei Isolierglas bzw. zur zweiten Scheibe bei herkömmlichen zweiflügeligen Fenstern zeigt.
Beispiele für die Anwendung:➜ Fenster - sowohl in modernisierten Gebäuden, als auch neu gestaltete, großflächige Fenster➜ Fassaden - wo der Planer niedrige Ug-Werte erreichen möchte
Lt % - wie hell die Verglasung ist und wie viel Licht in den Raum gelangtSolarfaktor (g) - wie viel Sonnenenergie (Wärme) in Ihr Haus eindringt (im Winter je mehr, desto besser)Ug-Wert - Wm2/K - wie viel Wärme durch das Glas aus Ihrer Wohnung entweicht - wie isolierend das Glas ist - je niedriger der "Ug"-Wert, desto besser.
